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Reisebeobachtungen – Zukunftsängste?

„Der Mensch denkt und Gott lenkt…“. Anstatt mich ab November auf der Südseite der Alpen zu sonnen, erwischten mich im Januar die Ausläufer des Schneechaos bei München 🙂

„… der Mensch dachte und Gott lachte“ und so hatte ich ein wunderbares kostenloses Fitnesstraining, um mein Auto nach jeder Durchfahrt des Schneepflugs wieder freizuschaufeln. Inzwischen sitze ich in Livorno, genieße die Sonne bei 15°C und werde morgen mit der Fähre nach Sardinien übersetzen…

Beschleunigt sich die Zeit tatsächlich, oder ist es nur mein Empfinden, dass der Tag sich schon wieder dem Ende neigt, bevor ich auch nur annäherungsweise die absolut notwendigen ToDos abgearbeitet habe?

„Ich bin immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort“

Aus einer Woche München (geplant) ab September bei Annegret Hallanzy und ihren Aktivitäten rund um das Transformale Netz, wurden über drei Monate im süddeutschen Raum, überbordend voll mit neuen inspirierenden Begegnungen.

Jedes Mal wenn ich auf die Südseite der Alpen wechseln wollte, kam ein spannender Vortrag oder eine Konferenz „dazwischen“. So war ich auch nicht – wie vorgehabt – in Südtirol, als dort die sintflutartigen Regen niedergingen, oder im Süden Italiens oder Spaniens mit den diversen Unwettern… Stattdessen bin ich dann für die Weihnachtszeit zurück in die alte Heimat zu Kindern und Enkelkindern und zu meinem Lager, um fehlenden Dokumente rauszusuchen und Behördengänge persönlich vorzunehmen – von wegen papierloses, digitales Zeitalter.

Machst du dir auch Sorgen um die Zukunft?

Immer wieder erreichen mich Zuschriften von Lesern, die die derzeitige Lage auf der politischen Bühne (national wie international) „furchtbar“, also zum Fürchten aus finden. Sie machen sich Sorgen … und geraten leicht in einen Abwärtsstrudel aus scheinbar unentrinnbaren Ängsten. Fürchten kann ich mich nur vor etwas in der Zukunft und die gestalte ich in diesem Moment wesentlich mit, mit dem was ich fühle bzw. in Worten zum Ausdruck bringe. Das Wort furchtbar habe ich – wie viele andere Adjektive und Adverbien auch – daher aus meinem bewussten Wortschatz gestrichen und bin dankbar für jeden Hinweis, sollte mir dennoch eines dieser verwirrende Worte wie z.B. „unheimlich“ oder „wahnsinnig“ m Zusammenhang mit schön unbewusst hinausrutschen!

Für mich ist die Zukunft ausgesprochen spannend, egal wie viele Herausforderungen sie mit sich bringt: ich sehe ihr mit ganz viel Optimismus entgegen. Entsprechend schaue ich schon seit Ewigkeiten keine Nachrichten mehr im Fernsehen – je reißerischer eine Katastrophe, ein Konflikt oder eine Bedrohung aufgemacht ist, desto höher die Einschaltquoten und desto größer die kollektive Angst derer, die den Massenmedien überwiegend Glauben schenken. Mit Angst kann man Menschen trefflich manipulieren. Zudem werden wir fast immer mit Meldungen bombardiert, an deren Auswirkungen du oder ich nichts ändern können. Fühlst du dich dann auch überwältigt oder hilflos? Wem dient das?

Dennoch ist es mir ein Anliegen, mich nicht nur auf der persönlichen Ebene von alten Mustern und Blockaden zu lösen, hin zu einem liebenderen Menschen, sondern auch die politischen Strömungen im Auge zu behalten. Spiritualität kann, muss aber die 3D Realität nicht ausschließen, vielmehr übe ich mich darin, anders mit ihr umzugehen und das macht wieder froh.

Woher kommt die immer stärkere Spaltung unserer Gesellschaft? Ist Trump wirklich der tumbe Tor, der den Weltfrieden bedroht und wenn ja, welchen Frieden? Unter Obamas Präsidentschaft gab es nicht einen Tag, an dem die Amerikaner nicht irgendwo in Kriegshandlungen verwickelt waren und von ihren NATO Partnern inkl. BRD dabei an vielen Stellen unterstützt wurden.

Warum sagt Merkel: Wir müssen bereit sein, Teile unserer nationalen Souveränität aufzugeben? An wen? An die EU Kommission die von niemandem gewählt wurde, aber sehr eng verbandelt ist mit den Wirtschaftsgrößen in Davos, die inzwischen über 80 oder sogar 90% des Weltvermögens besitzen? Was machen die mit dem ganzen Geld und warum nutzen sie es nicht, den Hunger und das Elend in den gebeutelten Ländern zu lindern? Oder sollen wir Souveränität an die UNO abtreten, wo nach wie vor fünf Großmächte mit ihrem Veto im Weltsicherheitsrat egoistisch und alles andere als demokratisch agieren?

Ich bin überzeugt, dass ein dauerhafter Kompromiss nur gefunden und Spaltung überwunden werden kann, wenn man bereit ist, der Gegenseite so lange zuzuhören, bis man sich in ihre Sichtweise hineinversetzen kann. Erst dann kann eine Lösung gefunden werden, die von beiden Seiten akzeptiert wird und somit dauerhaft sein kann.

Stattdessen erlebe ich, dass mir immer mehr Menschen begegnen, die sich nicht mehr trauen, ihre Meinung frei heraus zusagen. Sie haben Angst mit Begriffen, wie Verschwörungstheoretiker, fremdenfeindlich, rassistisch oder rechtsradikal als verblendet abgestempelt bzw. aus der Gemeinschaft ausgestoßen zu werden.

Wie heißt es so schön: Reisen bildet – meine Reise bringt mich mit den unterschiedlichsten Menschen in den ungeplantesten Situationen zusammen – manchmal mit Sichtweisen, die so gar nicht mit meinen eigenen übereinstimmen. Ich genieße das:  jedes Mal lerne ich einen neuen Aspekt kennen, der meinen Horizont erweitert.

 

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